Ein unterirdisches Bauwerk freigelegt

Ryan/ Mai 16, 2011/ Allgemeines

Achern-Oberachern . Die Freilegung geschah im Zusammenhang mit den Untersuchungen und Maßnahmen zur Sicherung der städtischen Hangfläche östlich der Oberen Bergstraße, berichtet die Stadtverwaltung Nach dem bisherigen Stand der Arbeiten handele es sich um einen in den Fels gehauenen Stollen mit einer Länge von rund 25 Metern, etwa sieben Meter breit und derzeit etwa fünf bis sechs Meter hoch.
Angesichts des Umfangs des eingeschwemmten und eingebrochenen Materials, das sich am Boden abgelagert hat, ist von einer ursprünglichen Gesamthöhe von rund acht Metern auszugehen, heißt es in der Pressemitteilung. Der Eingang ist rund drei Meter breit und zwei Metern hoch, wobei auch hier das ursprüngliche Höhenmaß bei etwa vier Metern lag.
Nach dem bisherigen Stand der Untersuchungen handele es sich um ein künstlich hergestelltes Bauwerk, wie dies unter anderem auch an der Existenz alter im Wandbereich vorhandener Isolatoren zu erkennen sei.
Die Freilegung des Zugangs zu diesem unterirdischen Bauwerk war notwendig geworden, um einerseits Aufschluss über die Standsicherheit des Bauwerks und die sich daraus ergebenden Rückschlüsse auf die Stabilität dieses Hangbereichs zu erhalten und um die Herkunft und den Umfang des im Hangfußbereich unterhalb des Zugangs zum Bauwerk austretenden Wassers zu klären. Hinsichtlich dieses Wassers waren und sind im Stollenbereich deutliche Spuren zu erkennen, dass es sich hierbei um eindringendes Oberflächenwasser handelt, das auf den Gesteinsschichten diesem Bauwerk natürlich zufließt, erklärt die Stadtverwaltung

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Im Rahmen dieser Untersuchungen konnte nunmehr auch der untere Teil eines Schachtes vor Ort begutachtet werden, der bereits vor drei Jahren zu Schlagzeilen geführt hatte.
Für Fledermäuse
Nach dem derzeitigen Stand der Untersuchungen ist beabsichtigt, den Zugangsbereich zu diesem Bauwerk mit einer Betoneinfassung zu stabilisieren und mit einem Tor zu versehen, um regelmäßige Nachkontrollen zur Überwachung der Hangstabilität zu ermöglichen. Darüber bestehe aufgrund eines Vorschlags eines eingeschalteten Büros für Landschaftsplanung und angewandte Ökologie die Absicht, einen speziellen Zugang für Fledermäuse zu schaffen, zumal der Stollen hervorragende räumliche und klimatische Voraussetzungen als künftiges Fledermausquartier biete. Vor einem Verschließen des Zugangsbereichs seien noch weitere Termine mit Behördenvertretern vorgesehen.

Quelle : Baden-online